Chronik der Landjugend

An dieser Stelle möchten wir Euch etwas Hintergrund und Geschichte unserer Landjugend vermitteln. Wir zitieren einige Sätze aus unserer Chronik, die die Vorstände der vergangenen Jahren verfasst haben. Wer sich also für die Anfänge unserer Gruppe interessiert, findet hier sicher einige interessante und auch lustige Anekdoten…

1950 entstand die Landjugend, damals nannte sie sich noch Landesburenschaft und ihr Sitz war in Legan. Aber dort zerfiel die Gruppe langsam und Lehrer Dau vom Freudenberg verschob die Gruppenarbeit nach Embühren….damals bestand die Gruppe aus ca. 50 Mitgliedern… Der Vorstand wurde in stillem Einvernehmen bestätigt, über mangelnde Beteiligung konnte sich der damalige Vorstand nicht beklagen….

Wenn es weiter weg ging wurden die Mitglieder mit Lastkraftwagen oder Traktoren transportiert… Bei den Erntefeiern und anderen Festen wurden viele Sprüche verfasst, wie z.B…

“Liese und Hans gingen gerne zum Tanz, und ist das Tanzen dann vorbei, gibt es nur noch Keilerei! Und dem Burschen den das nicht freut, der hat keinen Schneid!”

Außerdem gab es zu der Zeit auch die Ansicht, das kein Fest gelungen war, wenn es anschließend keine ordentliche Prügelei gab.

Wie entstand das Freudenberger Waldfest?

Die Besuche bei anderen Landjugendgruppen brachten uns ein kleines Problem: Wir wollten gerne eine Gegeneinladung aussprechen, ein Treffen aller besuchten Gruppen veranstalten, aber dazu fehlte uns ein geeigneter Raum. Die Lösung fand sich bald: Wir veranstalten ein Sommerfest unter freiem Himmel. Bei der Freudenberger Schule im Haaler Gehege, gegenüber von Lohse fand sich ein geeigneter Platz, der Boden wurde mit Brettern ausgelegt…es spielte eine 1-Mann-Kapelle und um Mitternacht wurde ein Feuer nahe dem Schulgebäude entzündet. Die Jungen sprangen (zur Belustigung anderer ) durch die Flammen. Das Waldfest fand zur Sonnenwende statt, also am 21.Juni, das erste 1958!

1964 leisteten sich Besucher des Waldfestes einen üblen Scherz: Sie zerstörten die elektrischen Anlagen des Festplatzes und es entstand ein erheblicher Sachschaden. Die Stromzufuhr wurde für längere Zeit unterbrochen, unter den Besuchern entstand Panik und es wurde eine notdürftige Beleuchtung durch Autoscheinwerfern aufgebaut. Allein bei der Musikkapelle entstand ein Schaden von rund 3000 DM.

1973 hatte der Bierverläger Wilfried Alf ein neues und größeres Zelt bekommen. Fast hundert Fuder Erde wurden herbeigeschafft um den Platz zu verlängern. Dabei wurde Hänger fast zu Bruch gefahren, er war mit voller Ladung im Graben gelandet.

1975 wurde ordentlich gearbeitet! Der Toilettenwagen und die alten Schultoiletten gefielen den Lajus nicht mehr und so wurden kurzerhand Toilettenhäuschen für das Freudenberger Waldfest gebaut. Einer der Helfer sagte uns: “Ich erinnere mich noch oft an die Wochenenden im Nov. und Dez. 1975 wo wir mit blauen Händen versuchten ein Häuschen zustande zu bringen.”

Das Steakfest Die Idee kam von Jochen Thomsen, des Gestell mit dem Rost wurde bei Klaus Bünz gebaut und “irgendwann an einem Sommerabend ging es in der Kieskuhle los.” Heini Bünz würzte die 1 Pfund schweren Steaks gut ein und Klaus Bünz war der Grillmeister. Die Steaks wurden von den Gabeln gegessen, Teller hatte man nicht, dazu gab es Bier vom Fass. Anschließend gab es ein Lagerfeuer, bis die Sonne aufging. Alle die auf Freudenberg geholfen hatten wurden später zum Staekfest geladen. Heute wird nach dem Waldfest immer eine Nachfeier veranstaltet.

weitere Aktivitäten:

1960 Ein weiteres großes Fest war das Ringreiterfest, welches traditionsgemäß am 1.Mai jedes Jahres durchgeführt wurde.

1963 Einen beachtlichen Raum im Gruppenleben bekam inzwischen das Einüben und Vorführen von Theaterstücken… Und was viel wichtiger war, die Dorffeste erhielten durch diese Aufführungen ein ganz besonderes Gepräge. Man kann sagen das seit dieser Zeit die Feste ohne Schläge ausgingen…waren denn noch Weichmänner, Poppes oder Helmut Wiggel kampflustig, so packten Horst Jerowschewski oder Erwin Thöming die wütenden Hähne am Genick, ließen einmal die Köpfe zusammenschlagen und schon konnte man die friedlichen Lämmchen vom Saal tragen…

1964 Das Schleppergeschicklichkeitsturnier veranstaltete die Kreislaju. Hans Hermann Bötel, Klaus Kühl und Manfred Norden sollten für uns antreten, Schlepper und 2 Schaarflüge musst man stellen. Klaus aber wollte sein Glück und können mit einem Anhängerpflug versuchen, was nicht ganz leicht war. Auf auslachen und einer höhnischen Frage was er damit wohl wolle antwortete Klaus nur: “Dor will ik mit plögen, wat anners kann?s dor nixe mit maaken.” Er sollte recht behalten. Nach der ersten Fahrt als totaler Außenseiter, die ihm zu langsam war, legte er sich mit dem Schiedsrichter an und meinte: “De Gashebel hat geklemmt, ich mut noch mal föhrn!” Er durfte und wurde in allen Kategorien Sieger!!!

1972 fand das Amtsfeuerwehrfest in Embühren statt. Dieses Fest wurde mit dem Freudenberger Waldfest verbunden. Da die Kapellen bereits engagiert waren, fand das Amtsfeuerwehrfest an dem Samstag vor dem Waldfest statt. So waren an insgesamt 6 Tagen Tanzveranstaltungen!

1980 Damit das Laju-Programm an die Leute kommt wurden 1980 Schaukästen gebaut, die bald darauf in Haale und Embühren aufgestellt wurden.. Timm-Christian Lohse entwarf den Bauplan. Auch wurde in diesem Jahr beschlossen ab nun die Gruppenabende und Veranstaltungen im Gasthof bei Jochen und Eike Timm zu veranstalten. Des weiteren wurde ein erstes Maifeuer veranstaltet.

1983 Weil wir auch einen Beitrag zur Förderung der Dorfgemeinschaft leisten wollten, veranstalteten wir am 14.12.1983 zum erstenmal in unserer Geschichte ein Quizturnier, zu dem alle Vereine und Verbände der Gemeinden Brinjahe, Haale und Embühren geladen waren.Die Feuerwehr Embühren wurde Sieger.

Austausche mit anderen LaJus

um 1966 Wir hatten Kontakt mit einer Gruppe aus Ikast in Dänemark. Der Ort liegt ca. 150 km nördlich von Deutschland. Wir trafen uns einmal im Jahr, d.h. ein Jahr fuhren wir dorthin und im kommenden Jahr kamen sie zu uns nach Deutschland…Dann haben wir gemeinsam Fußball gespielt, Bauernhöfe, Industrien, Schulen usw. besucht…

um 1968 planten wir mit den Luhnstedtern zusammen eine 10 tägige Fahrt in den Schwarzwald. Mit 35 Personen fuhren wir dann endlich los nach Simonswald im Simonswälder Tal. Die dortige Landjugendgruppe kümmerte sich um uns und sorgte auch für die Unterkunft.

1982 wurde über den Bundesverband eine Partnerlaju gesucht- es fand sich die Gruppe Spieka-Neufeld (östlich von Cuxhafen). Mit denen in den Folgejahren regelmäßiger Austausch und Besuche stattfanden. Auf einem Zeltplatz bei einem Bauernhof übernächtigten unsere Lajus, eine Schlammschlacht wurde veranstaltet, Bootstouren, Fußballturniere,…-Und der Sonnenbrand ließ nicht lange auf sich warten!

Grüne Woche in Berlin

Januar 1987 
Im Januar 1987 fuhren wir das erste mal zur grünen Woche nach Berlin.Die Nacht war stets zu kurz und so mancher verpasste morgens sein Frühstück. In einer Berliner Eckkneipe wurde wegen unserer (plattdeutschen) Sprache gerätselt, ob wir Holländer seien.

Sweatshirts, T-Shirts, Regenjacken

1982 wurden die ersten Sweat-Shirts erstellt.
Der Aufdruck auf dem Rücken: Im Norden die Nr.1-Landjugend Embühren.
Danach folgte der Trecker mit dem Bauern drauf,
anschließend die Maus mit dem Spruch “Ätsch, ich bin Mitglied in der Landjugendgruppe Embühren”
und momentan stehen unsere Ottifanten zur Wahl-“Immer dabei! Landjugend Embühren u. Umg.”